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20. Tag:  AUGUSTA › NEWRY › PINKHAM NOTCH: Mt. Washington Road, Glen Ellis Falls › NORTH CONWAY
Es gab einmal über 10.000 überdachte Brücken (Covered Bridges) in den USA – 54 der noch erhaltenen 750 Brücken findet man im US-Bundesstaat New Hampshire. Besonders sehenswert sind Ashuelot Bridge in Winchester, Cresson Bridge in Swanzey, Flume Bridge in Lincoln, Honeymoon Bridge in Jackson, Stark Bridge in Stark und Swift River Bridge in Conway.

Ich verlasse Augusta, nicht ohne ein Bild vom State Capitol zu Sonnenaufgang zu machen. Die Fahrt führt entlang des Androscoggin River. Teils liegt dichter Nebel über dem Fluss. Der heutige Tag ist den Covered Bridges in Maine und New Hampshire gewidmet. Die Sunday River Covered Bridge in Newry, auch bekannt als Artist’s Bridge zählt zu den schönsten Covered Bridges in New England. Die Architektur dieser überdachten Brücke stammt von dem Brückenbauer Peter Paddleford und diese Bauweise findet man nur in Maine, New Hampshire und im östlichen Vermont.

Knapp 52 Meilen nordwestlich liegt das verschlafene Örtchen Stark. Die Aussicht auf die Stark Bridge (erbaut 1862) und die Stark Union Church (1853) ist schön, wenn auch hier die Peak Fall Foliage ihren Höhepunkt bereits überschritten hat. Anschließend fahre ich über Berlin südwärts nach North Conway. Entlang des Highway 16 zwischen Gorham und Jackson präsentiert sich die Landschaft der White Mountains in prächtigen Farben. Auf dem Weg nach North Conway muss ich natürlich die Mount Washington Road fahren. Auch wenn der Aussichtspunkt wolkenverhangen ist., macht die Fahrt viel Spaß. Die acht Meilen lange Bergstraße bietet im Schlussdrittel einigen Nervenkitzel, wenn die kurvige und steile Straße immer enger und aus Asphalt eine Dirt Road wird. Für $26 Maut ist es aber ein teures Vergnügen.

Wieder heil unten angekommen sind es nur ein paar Meilen bis zu den Glen Ellis Falls. Vom Trailhead sind es wenige Schritte bis zu dem Wasserfall. Am Ende führen einige steile Steintreppen hinunter zum Flussbett und dann steht man vor den Glen Ellis Falls, die auch in Zeiten von Niedrigwasser genügend Wasser mit sich führen. In der Umgebung von Pinkham Notch sind Crystal Cascade und Thompson Falls noch sehenswert. Knapp neun Meilen südwärts wartet in Jackson schon die nächste Sehenswürdigkeit. Die Honeymoon Bridge mit ihrer markanten rot/weißen Front und grünem Dach. Viele Häuser in Jackson sind schon für Halloween geschmückt.

Eine Unterkunft ist in North Conway schnell gefunden. Das Golden Cables Inn am White Mountain Highway schaut sehr gepflegt aus. Nach dem Check-In spaziere ich durch North Conway. Das Logistikunternehmen Old Dominion Freight Line nutzt die Kulisse der Conway Railroad Station für Fotoaufnahmen, während auf dem Sportplatz Football gespielt wird. Anschließend fahre ich zum Abendessen zum Cider & Co. nach Glen. Das Cider & Co. bietet eine gehobene regionale Küche und laut diverser Restaurantbewertungsportale soll es das beste Restaurant in der Umgebung sein. Ich bin gespannt zu welchem Urteil ich kommen werde. Als Appetitanreger gibt es Fried Calamari, als Hauptgang ein Steak mit French Fries und als Dessert ein Apfelkompott. Das Essen ist sehr lecker und somit verdient das Restaurant eine dicke Empfehlung.


Gefahrene Strecke: 173 Meilen +++ Unterkunft: Golden Cables Inn, North Conway +++ Wetter: 17°C, sonnig u. wolkig


21. Tag:  NORTH CONWAY › FRANCONIA NOTCH STATE PARK: Flume Gorge, Basin › LITTLETON › CRAWFORD NOTCH STATE PARK › NORTH CONWAY: Conway Lake, Cathedral Ledge

Der 34 Meilen lange Kancamagus Highway zwischen Conway und North Woodstock zählt zu den schönsten Scenic Byways in New England. 26 Meilen folgt man den Swift River auf dem Kancamagus Highway. Sehenswert ist die Russel-Colbath Historic Site. Das Russel-Colbath House stammt aus dem Jahr 1832 und ist das letzte übrig gebliebene Haus der Stadt Passaconaway. Die angrenzende Scheune sieht zwar wie Original aus, wurde aber erst 2003 errichtet. Die Saco River Bridge und Swift River Bridge in Conway sind einen Fotostop wert – in unmittelbarer Nähe der Brücke fließt der Swift River in den Saco River. Der Franconia Notch State Park in den White Mountain National Forest liegt eingebettet in einem Tal umgeben, u.a. von Mt. Pemigewasset, The Cannon Balls, Artists Bluff, Mt. Flume, Little Haystack und Mt Lafayette. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören die Flume Gorge, Boise Rock, Cannon Mountain Aerial Tramway, Echo Lake, Lafayette Place und Profil Lake.

Heute steht die Flume Gorge auf dem Tagesprogramm. Die Flume Gorge ist eine 240 m lange Schlucht mit bis zu 27 m hohen Granitwänden. Zu Fuße Mt Liberty liegen einige Wasserfälle und Kaskaden entlang der Schlucht. Bepackt mit Kamera und Stativ mache ich mich auf dem Weg. Die Lichtbedingungen zum fotografieren sind gut. Es ist stark bewölkt und ich muss mir keine Gedanken über eventuell überbelichtete Bilder machen. Der Pemigewasset River führt im Spätherbst zu wenig Wasser, sodass die Gorge nicht so imposant wirkt.

Entlang der Flume Gorge befinden sich einige sehenswerte Fotospots, u.a. die Flume Covered Bridge (erbaut 1886), Table Rock, Avalanche Falls. Auf dem Zwei-Meilen-Rundweg liegen außerdem Liberty Gorge Cascades, The Pool und Sentinel Pine Bridge. Leider führt der Pemigewasset River zu dieser Jahreszeit zu wenig Wasser. Ebenfalls sehenswert ist „The Basin im Franconia Notch State Park, ein Pothole mit 30 m Durchmesser und 15 m Tiefe. Der Basin-Cascade Trail führt zum Basin, weiter zu den Kinsman Falls, Rocky Glen Falls und zum Cascade Brook Trail.

Ein Stopp in dem schönen Städtchen Littleton bevor ich den nördlichen Teil des White Mountain Loop befahre. Dieser Streckenabschnitt ist nicht so ansehlich wie der Kancamagus Highway mit Ausnahme des kurvigen Verlaufs im Crawford Notch State Park. Unterwegs sehe ich den Notch Train der Conway Scenic Railroad. Die Zugfahrt wäre sicherlich interessant gewesen, aber woher die fünf Stunden dafür nehmen? Anschließend schaue ich am Conway Lake vorbei. Leider ist es schwierig direkt ans Ufer zu kommen, denn nahezu alle Zufahrten sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Zum Abschluss des Tages fahre ich die Serpentinenstraße hinauf zum Cathedral Ledge, ein beliebtes Ziel von Kletterer. Oben angekommen hat man eine schöne Aussicht auf den Echo Lake State Park und North Conway. Am Abend gibt es noch einen Teller Sushi im Delaney’s.


Gefahrene Strecke: 114 Meilen +++ Unterkunft: Golden Cables Inn, North Conway +++ Wetter: 18°C, stark bewölkt


22. Tag:  NORTH CONWAY › MEREDITH: Mount Major › WOLFEBORO › MEREDITH
Von North Conway führt die Fahrt nochmals auf den Kancamagus Highway. Sieben Meilen westlich von Conway befindet befindet sich die Albany Covered Bridge. Die 1858 erbaute Holzbrücke (1970 renoviert) ist ein schönes Bildmotiv. Ich habe Glück das just in diesem Moment die Sonne hinter den Wolken hervorkommt. Danach führt die Fahrt nach Meredith am Lake Winnipesaukee. Mit 21 Meilen Länge und 9 Meilen Breite ist Lake Winnipesaukee und die unzähligen Inseln der größte See in New Hampshire. Ich fahre die 60 Meilen um Lake Winnipesaukee herum. Der erster Stop ist am Mount Major Trailhead in Alton. Ich sehe mir die Infotafel an – eine Stunde und 15 Minuten wird für den 1,5 Meilen langen Aufstieg angegeben. Na dann mal los...

Zu Beginn ist der Trail noch moderat, aber spätestens in der zweiten Hälfte geht es über einen steinigen Waldboden steil hinauf zum Gipfel. Der Trail ist nicht mehr zu erkennen und man muss sich an Markierungen an Bäumen und Felsen orientieren. Die letzten Meter Aufstieg fühlen sich an, als müsste ich den Mount Everest besteigen. Ausgepumpt erreiche ich nach 45 min das Felsplateau. Die Aussicht auf Lake Winnipesaukee, die Inseln sowie die Ossipee und Belknap Bergkette ist spektakulär. Weitaus besseres Licht hätte man zu Sonnenaufgang als auch zu Sonnenuntergang, aber einen zweiten Anlauf erspare ich mir. Trotz des anstrengenden Hikes, die bisher schönste Wanderung.

Der nächste Halt ist in Wolfeboro. Ein Blickfang sind die vielen weißen Häuser entlang der Main Street, neben Meredith der schönste Ort am Lake Winnipesaukee. Weil es mir in Meredith so gut gefällt, beschließe ich spontan einen Tag länger hier zu bleiben Einige Hotels liegen direkt am See, darunter Bay Point at Mill Falls, Church Landing at Mill Falls und The Inn at Mill Falls. Ich steige im Church Landing ab. Die großzügige Hotelanlage ist das luxuriöseste dieser drei Hotelanlagen. Das Zimmer mit direkten Blick auf den See ist sehr geräumig, nur die Couch vor dem Kamin wirkt deplatziert. Den Sonnenuntergang sehe ich mir von den Town Docks an, anschließend gehe ich zum Abendessen in das Lakehouse Restaurant im Hotel.


Gefahrene Strecke: 113 Meilen +++ Unterkunft: Church Landing at Mill Falls, Meredith +++ Wetter: 22°C, sonnig u. wolkig


23. Tag:  MEREDITH

In der Nacht hat es geregnet, aber rechtzeitig zu Sonnenaufgang verziehen sich die Regenwolken über Meredith. Heute ist ein Erholungstag und der Mietwagen bleibt auf dem Parkplatz stehen. Nach dem Frühstück lasse ich mich in der Cascade Spa verwöhnen und entspanne auf der Liegewiese vor dem See. Es tut gut einige Stunden nichts zu tun und die Zeit einfach nur so verrinnen zu lassen.

Ich buche noch ein Hotel für die morgige Übernachtung in der Nähe von Concord. Es ist Vollmond über Lake Winnipesaukee. Ich mache noch einen Abendspaziergang durch Meredith, anschließend gehe ich nochmals zum Abendessen ins Lakehouse. Die Küche ist gut, aber die Servicekräfte sind mit den vielen Gästen teilweise überfordert. Für einen romantischen Abend ist das Lakehouse nicht unbedingt geeignet.


Gefahrene Strecke: 0 mi +++ Unterkunft: Church Landing at Mill Falls, Meredith +++ Wetter: 17°C, sonnig u. wolkig