MyCSSMenu Save Document

28. Tag:  DENVER: Denver Art Museum, 16th Street Mall, State Capitol, LoDo Historic District

Um 5.30 Uhr holt mich der Wake-up Call aus dem tiefen Schlaf. An diesem frühen Sonntagmorgen bin einer von vielen die bereits unterwegs sind. Die Vorbereitungen zum Denver Rock 'n' Roll Marathon & Half Marathon Race laufen bereits seit den frühen Morgenstunden. Um 7.15 Uhr erfolgt der Startschuss zu diesem Massenspektakel. Unter den Zuschauern sind viele mit orangen Bronco T-Shirts. Kein Wunder... am Abend findet die nächste Großveranstaltung statt. Es spielen die Denver Broncos gegen die San Francsico 49ers. Die Broncos werden 42:17 gewinnen und Peyton Manning einen neuen Touchdown-Pass Rekord aufstellen. Ich fotografiere das Denver Art Museum. Die 1893 gegründete Kunstgalerie liegt südlich des Civic Center Park gegenüber der Denver Public Library. 2006 wurde das Museum um das Hamilton Building erweitert, nachdem das North Building an seine Kapazitätsgrenzen stieß. Die Architektur dieses extravaganten Gebäudes stammt von dem Architekten Daniel Libeskind und ist ein echter Blickfang.

Vorbei am Colorado State Capitol führt der Weg direkt in die 16th Street Mall. Die eine Meile lange Straße gesäumt mit Geschäften, Galerien und Restaurants, beginnt an der Civic Center Station und endet an der Union Station. Eine gesichtslose und langweilige Einkaufsstraße. Die Außenfassade vom Union Station, Denvers erstem Bahnhof, stammt aus dem Jahr 1868 und ist besonders nachts schön anzusehen. Leider nur von außen, nachdem das Innengebäude einem Hotel weichen musste. Architektonisch schöne Bahnhöfe sowohl außen wie innen: New York Grand Central Station, Chicago Union Station oder Los Angeles Union Station. Vom Union Station geht es wieder zurück zum Denver Art Museum. Es sind viele sehenswerte Exponate darunter und auch die temporäre Ausstellung „Mattise and Friends” weiß zu gefallen.

Das Colorado State Capitol (1894) aus weißen Colorado Granit ist zu Sonnenuntergang und zur „Blauen Stunde ein wunderschönes Fotomotiv. Die goldene Kuppel besteht aus echtem Gold, das 1908 zum Gedenken an den Colorado Gold Rush angebracht wurde. Leider ist das Colorado State Capitol am Wochenende für Besucher geschlossen – ich werde den Besuch am nächsten Tag nachholen. Nachdem ich genügend Bilder vom State Capitol gemacht habe, geht es schnurstracks die 14th St wieder zurück. Vorbei am Colorado Convention Center mit seinem Blue Bear, bekannt auch als „I see what you mean, und dem Denver Center for Performing Arts. Nach heute gefühlten zehn Meilen Downtown Denver rauf und runter, schmerzen mittlerweile die Füße.

Larimer Square mit seinen historischen Ziegelsteinhäusern ist vom Hotel Teatro nur einen Block entfernt. Hier befand sich Denvers erste Bank, das erste Postamt, ein Theater und eine Buchhandlung. Larimer Square wurde 1971 als erster Historic District in Denver ausgewiesen. Heute befinden sich dort Bars, Clubs und Restaurants. Trotz der kitschigen Beleuchtung ist Larimer Square der schönste Teil im LoDo Historic District. Hier ist auch das Rioja, Denvers bestes Restaurant, zu finden. Award-Winning Chef de Cuisine Jennifer Jasinski verwöhnt die Gäste mit ihrer New American Cuisine mit mediterranen Einschlag. Auch wenn das am Tisch nebenan servierte Pork Chop sehr lecker aussieht und duftet, bleibt das letze Dinner fleischlos. Ich stelle mir ein viergängiges Menü zusammen. Es gibt Flatbread, Oktopus und zwei Desserts. Jeder einzelne Gang ist einzigartig im Geschmack und ein kulinarischer Hochgenuss. Die beiden Rotweine Infinite Monkey Thereom Petite Syrah (Colorado) und Termes, Toro (Spanien) sind auch sehr gut. Gott sei Dank sind es nur wenige Meter bis zum Hotel zurück.


Strecke: 0 Meilen +++ Unterkunft: Hotel Teatro, Denver +++ Wetter: 23°C, heiter bis wolkig


29./30. Tag:  DENVER: City Park, Colorado State Capitol › KEFLAVIK › NÜRNBERG

Den Sonnenaufgang sehe ich mir im City Park an. Vor dem Denver Museum of Nature & Science blickt man auf Ferril Lake, Downtown Denver und die südlichen Rocky Mountains. Es ist eines der schönsten Plätze um die Skyline von Denver zu fotografieren. Kurz nach Sonnenaufgang kommen Hunderte von Gänse aus dem Ferril Lake und watscheln zielstrebig zu den saftig grünen Wiesen. Ich fahre weiter zum Colorado State Capitol und sehe ich mir das Gebäude von innen an. Beeindruckend ist der Blick hinauf in die 55 m hohe Kuppel. Auch die teils massiven Treppengeländer sind eine Augenweide. Anschließend fahre ich zum Lunch ins Snooze in der Larimer St. Wie schon beim ersten Besuch steht wieder eine lange Schlange davor. Vielleicht bekomme ich im Snooze an der Union Station eher einen Platz. Hier ist der Andrang nicht ganz so schlimm. Ich muss nur 15 Minuten warten, bis ich einen Platz an der Bar zugewiesen bekomme. Warum das Snooze so beliebt ist? Es ist das beste Frühstücksrestaurant in Denver.

Am frühen Nachmittag fahre ich zum Flughafen. Der Denver International Airport, gemessen an der Fläche der zweitgrößte Flughafen der Welt, ist architektonisch eine Augenweide. Die Dachlinie erinnert an eine Zeltstadt vor den Rocky Mountains. Der Flughafen lässt sich von vielen interessanten Perspektiven fotografieren. Mein Favorit ist die oberste Etage der Parkgarage East/West oder die Zufahrt zum Terminal. Hatte ich Glück beim Hinflug mit den Lufthansa-Streiks, so habe ich Pech beim Heimflug. Der Direktflug von Denver nach Frankfurt ist wegen Pilotenstreik gestrichen. Ich werde auf Icelandair umgebucht inklusive kurzen Zwischenstop in Keflavik, Island. Die Rückflugzeit um 17.30 Uhr ist zwar identisch mit dem gestrichenen Flug, trotzdem ist ein Zwischenstop lästig.

An Bord gibt es zum Abendessen Rinderfilet mit Kartoffeln und Spinat. Das Filet ist innen noch rosa und hat einen zarten Biss. Kein Vergleich zu dem ungenießbaren Fleisch was bei Lufthansa beim Hinflug aufgetischt wurde. Nach einem siebenstündigen Flug landet die Boeing 757 auf dem verschneiten Flughafen Keflavik. Fünfunddreißig Minuten verbleiben um den Anschlussflug nach Frankfurt zu erreichen. Das Kabinenpersonal muss sich nur um einen einzigen Passagier in der Business Class kümmern. Nach der Ankunft noch das Gepäck aufsammeln, das Zugticket ausdrucken und dann geht es auf die letzten Kilometer nach Hause. Während der ICE-Rückfahrt schreibe ich die letzten Zeilen zu diesem Reisebericht und lasse die letzten Wochen gedanklich nochmals Revue passieren. Achtundzwanzig aufregende Tage „Colorado & New Mexico” sind zu Ende, aber die nächste USA-Reise ist gedanklich schon in Planung... New England 2016.


Strecke: 24 Meilen +++ Wetter: 25°C, sonnig




FAZIT
Es war eine wunderschöne Reise mit nahezu optimalen Tourverlauf. Fast alle geplanten Besichtigungen konnten durchgeführt werden.

Highlights in Colorado und New Mexico
Colorado:  Herbstfarben in Colorado, Black Canyon of the Gunnison NP, Garden of the Gods, Owl Creek Pass, Maroon Bells,
Great Sand Dunes NP, Cripple Creek & Victor Gold Mines, Denver Zombie Crawl, Silverton Hillside Cemetery.
New Mexico:  Balloon Fiesta, White Sands NM, Shiprock, Pueblos/Churches/Cemeteries, Tent Rocks NM, Shiprock,
Ah-Shi-Sle-Pah Wilderness, Chaco Culture National Historical Park.

Schönste Ortschaften & Stadtviertel
Colorado:  Telluride, Crested Butte, Silverton, Victor, Ouray, Paonia, Leadville, Larimer Square/Denver, Cripple Creek.
New Mexico:  Arroyo Seco, Taos, Old Santa Fe, Chimayó, Red River, Historic Nob Hill/Albuquerque.

Schönste Scenic Drives
Colorado:  Million Dollar Highway (Ouray-Silverton), CR 7 (Ridgway), West Elk Loop (Kebler Pass), CR 858 (Owl Creek Pass),
CR 306 (Cottonwood Pass), Gold Camp Road (Teller County), Top of the Rockies, Castle Creek Road (Aspen),
Last Dollar Road (Dallas Divide), Gold Belt (Teller County), North Cheyenne Road (Colorado Springs).
New Mexico:  Enchanted Circle, High Road to Taos, Billy the Kid.

Unterkünfte
Die drei Besten von 18 Hotels auf dieser Reise:

Die luxuriöse Hotelanlage The Broadmoor in Colorado Springs war ideal zum Entspannen am Ende einer langen Reise. Die Patio Suite (65 m²) im West Tower der Hotelanlage war sehr luxuriös eingerichtet. Der drei Mal tägliche Zimmerservice war perfekt und gab keinen Anlass zu einer Beanstandung. Das Restaurant Penrose Room war herausragend und das opulente Frühstücksbuffet ein Genuss. Die Übernachtungspreise waren im Vergleich zu anderen Luxushotels moderat.

Der Check-In im Four Seasons Resort Rancho Encantado Santa Fe war herzlich und zuvorkommend. Das Zimmer (58 m²) mit Innen- und Außenkamin, luxuriösem Bad und eigener Terrasse war sehr schön eingerichtet. Der drei Mal tägliche Zimmerservice war perfekt und gab keinen Anlass zu einer Beanstandung. Das Four Seasons bot allen erdenklichen Komfort, wie man es sich von einem Luxusresort nur wünschen kann. Ein Ort an dem man länger verweilen möchte.

Das Hotel Teatro direkt gegenüber dem Denver Center for Performing Arts liegt im Herzen von Downtown Denver. 16th Street Mall, Larimer Square und LoDo Historic District sind nur wenige Schritte vom Hotel entfernt. Das Deluxe King-Zimmer (43 m²) mit einem opulenten Badezimmer war mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet, wie es sich für ein luxuriöses Boutique-Hotel gehört. Der High-Speed-Internetzugang war der schnellste von allen Hotels.

Die vollständige Hotel- und Restaurantplatzierungen ist in der Statistik zu finden.

Kulinarik
Eine positive Überraschung waren die zahlreichen guten Restaurants in Colorado und New Mexico. Es gab abwechslungsreiche Gerichte: New American, Progressive American, Southwest, French, Italian, Tex-Mex, Spanish & Asian Cuisine. Jennifer James 101 in Albuquerque, Penrose Room in Colorado Springs, Rioja in Denver und Geronimo in Santa Fe blieben besonders nachhaltig in Erinnerung. Vom Preis/Leistungsverhältnis war Jennifer James 101 das beste Restaurant. Das sich gut und günstig nicht ausschließen, bewiesen Cafe Pasqual’s in Santa Fe, Grove Cafe & Market in Albuquerque, Snooze in Denver und Sugar Nymphs Bistro in Peñasco. Das Frühstück im Dreamcatcher Bed & Breakfast und Wyman Hotel & Inn war im Vergleich zum tristen Angebot in den Kettenhotels herausragend. Ansonsten besuchte ich unterwegs Breakfast-Restaurants oder es gab Coffee to go. Das es keine einzige (!) kulinarische Enttäuschung gab, daran hatte die Restaurantplanung einen großen Anteil.

Wetter
Das Wetter war für die herbstliche Jahreszeit wohl gesonnen – nur zwei Regentage mit gelegentlichen Schneeschauern trübten die 28 Urlaubstage. Die Temperaturspanne lag tagsüber zwischen 12° und 31°C. Untertags war es meist angenehm warm, während es in den frühen Morgenstunden und am Abend bereits empfindlich kühl wurde.