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4. Tag:  OLD ORCHARD BEACH › SEBAGO LAKE › BRIDGTON

Eigentlich wollte ich zu Sonnenaufgang am Portland Head Light sein. Da gestern das Sunset-Shooting am Old Orchard Beach ausgefallen ist, starte ich einen zweiten Versuch. Die östliche Lage des Pier ist ideal, da jetzt die Sonne vor dem Pier aufgeht. Das Morgenröte am Horizont ist grandios, vergessen ist der graue Himmel tags zuvor. Um 6.31 Uhr geht die Sonne auf und das Pier glänzt in der Morgensonne. Nachdem ich zig Bilder gemacht habe, geht es zum Portland Head Light an der Casco Bay. Der älteste Leuchtturm (1790) in den Vereinigten Staaten ist auch der meist fotografierte Leuchtturm an der Ostküste. Es gibt heute noch über sechzig Leuchttürme in Maine – Nubble Light, Portland Head Light, Pemaquid Point Lighthouse, Owl’s Head Light zähle ich zu den schönsten. Die Wege entlang Portland Head Light führen in nördliche und südliche Richtung, sodass man zum fotografieren sowohl zu Sonnenaufgang als auch zu Sonnenuntergang die besten Lichtbedingungen hat. Ich gehe südwärts und fotografiere von dort aus den Leuchtturm. Eine schöne Foto-Location ist auf den Klippen. Um hinunter zu gelangen, muss man nur den Zaun zu ignorieren.

Portland Downtown habe ich bereits bei der letzten Neuenglandreise ausgiebig erkundet und Lust auf einem erneuten Besuch kommt nicht auf. Das Kreuzfahrtschiff Norwegian Dawn liegt in Portland vor Anker. Die Fahrt führt weiter zur Sebago Lakes Region im Cumberland County. Sebago Lake ist mit 96 Meter der tiefste See und nach Moosehead Lake der zweitgrößte See in Maine. Der See dient primär zur Wasserversorgung von Portland. Das 105 Meilen lange Ufer gehört wie die unzählig anderen Seen zu den schönsten Sonnenuntergang-Locations in Neuengland. Ich fahre zuerst zum Sebago Lake State Park auf der nordöstlichen Seeseite. Der Trail vom Riverbank & Lagos, Songo Beach, East Area bis Cut Cove ist angenehm zu laufen. Zwei Jäger kommen gerade mit ihrem mit Schilf getarnten Boot von der Entenjagd zurück. Selbst der Hund hat einen Tarnanzug. Lustig!

Im Noble House Inn werde ich übernachten. Das historische Gebäude, ehemals Winburn M. Staples House (1903), sowie die herrliche Lage am Highland Lake, ist der Grund warum ich das Noble House Inn ausgewählt habe. Bed and Breakfast findet man vielerorts in Neuengland. Daher gehört auf einer Neuenglandreise die eine oder andere Übernachtung in einem Bed and Breakfast einfach dazu. Viele Unterkünfte befinden sich in historischen Häusern, die Zimmer sind individuell eingerichtet und es gibt ein frisch zubereitetes Frühstück – der krasse Gegensatz zu Kettenhotels, wo ein Zimmer wie das andere aussieht und lieblose Frühstücksbuffets aufgetischt werden. Wer gediegen übernachten möchte, zu den besten Bed and Breakfast in Neuengland gehören Captain Jefferds Inn in Kennebunkport/Maine, Cliffside Inn in Newport/Thode Island, Gateways Inn in Lenox/Massachusetts, Chesterfield Inn in West Chesterfield/New Hampshire, Stone Hill Inn in Stowe/Vermont und The Pitcher Inn in Warren/Vermont. Die Zeit bis zum Sonnenuntergang verbringe ich am Highland Lake. Das Abendessen gibt es im VIVO in Bridgton. In dem Restaurant gibt es einfache italienische Küche. Im Gebäude nebenan befindet sich das Depot Street House Tap, wo ich mit einem Cocktail den Abend gemütlich ausklingen lasse.

Die Milchstraße fotografieren, ist eines der geplanten Foto-Shootings. Im Vorfeld habe ich eruiert, wann und wo ich die Milchstraße am besten fotografieren kann. In unseren Breiten (nördliche Hemisphäre) sind die Monate Mai bis August ideal, da das Zentrum der Milchstraße über dem Horizont sichtbar wird. Auf Grund der Position der Erde zur Sonne, fotografiert man die Milchstraße im Herbst nach Sonnenuntergang, im Frühjahr vor Sonnenaufgang. Mit Hilfe der Light Pollution Map habe ich die Lichtverschmutzung, die störende Aufhellung des Nachthimmels durch Lichtquellen, entlang der Reiseroute ermittelt. Natürlich wurde auch die Mondphase berücksichtigt. Neumond ist optimal für die Milchstraße. Wenn der Mond nach dem Vollmond untergeht, bis er praktisch nicht mehr sichtbar ist, dann sieht man den Sternenhimmel am besten. Ein klarer Nachthimmel ist natürlich Voraussetzung, sonst ist all die Mühe für die Katz. Als Milky-Way-Locations kommen Lake Willoughby, Cabot, Waterbury und Middlebury Gap in Betracht.

Das menschliche Auge kann die Milchstraße nicht richtig erfassen, erst mit einer Langzeitbelichtung lässt sich die Milchstraße sichtbar machen. Wenn man die Kamerasprache bemüht, so sieht das Auge den Nachthimmel mit einer festen Verschlusszeit von ca. 1/30 Sek. Da man also die Milchstraße nicht sehen kann, hilft eine App wie Sky Guide oder Star Walk, welche die Position der Milchstraße anzeigt. Hat man bis jetzt alle Aufgaben gelöst, braucht man nur noch das passende Fotoequipment. Ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv, eine Kamera mit sehr guter ISO-Empfindlichkeit, ein Stativ und einen Funkauslöser. Eine Stirnlampe mit integriertem Rotlicht erleichtert das Bedienen der Kamera in der Finsternis. Mein Workflow: Manuelle Fokussierung auf einem hellen Stern im Live-View-Modus. Die 500er Regel beachten um Spuren der Sterne (Star Trails) zu vermeiden. Die lautet: 500 geteilt durch die Brennweite, ergibt die längst mögliche Belichtungszeit. Eine Brennweite von 24 mm ergibt somit eine max. Belichtungszeit von 20 Sek. Innerhalb dieser vorgegebenen Zeit fotografiere ich zwischen ISO 3200 und 6400. Das lässt sich auch mit einer App bei unterschiedlichen ISO-Werten ausrechnen. Zwei Belichtungen für Vordergrund und Sternenhimmel. Die beiden Bilder werden später in der Bildbearbeitung zusammengefügt.


Strecke: 74 Meilen +++ Unterkunft: Noble House Inn, Bridgton +++ Wetter: 18° C, leicht bewölkt


5. Tag:  BRIDGTON › NEWRY › BETHEL

Gut geschlafen führt der Morgenausflug zum Long Lake. Vom Noble House Inn ist es nur eine 7-minütige Fahrt bis zum Salmon Point. Ein wunderschöner Platz um den Sonnenaufgang zu erleben. Die Lichtstimmung vor Sonnenaufgang ist wunderschön. Zurück im Inn begrüßt mich Cindi Hooper, Innkeeper des Noble Inn. Sie ist gerade dabei das Frühstück zuzubereiten. Es gibt Quiche Lorraine und Roasted Brussels Sprouts, Joghurt, Früchte etc. Eine prima Abwechslung zum Classic American Breakfast. Anschließend mache mich auf dem Weg nach Bethel. Vorbei am Long Lake, Bear Pond und Keoka Lake ist es eine kurzweilige Fahrt. Eine wunderschöne Gegend und nicht nur auf der Durchreise.

Bei der Suche nach einem Bed and Breakfast in Bethel musste nicht lange überlegen. Das Holidae House steht auf dem ersten Platz in den bekannten Bewertungsportalen. John und Jeanette Poole führen das Holidae House seit 2015. Das Holidae House wurde im frühen 19. Jahrhundert erbaut und hat sieben individuell eingerichtete Gästezimmer. Es ist nicht selbstverständlich, dass ich bereits am frühem Vormittag den Check-in erledigen kann. Ich werde überaus herzlich von John und Jeanette empfangen. Als ich ihnen sage, dass ich nicht zum Frühstück bleiben werde, bieten sie mir ihre hausgemachten Blueberry Muffins an, die morgen früh für mich bereit liegen. Das Zimmer ist klein, aber liebevoll eingerichtet. Nur in der winzigen Dusche muss man aufpassen, dass man sich nicht anstößt.

Ich halte mich auch nicht lange auf und fahre weiter zum Grafton Notch State Park. Idyllisch eingebettet liegt die Sunday River Bridge (1872) aka Artist’s Bridge über dem Sunday River. Die Sunday River Bridge zähle ich zu den schönsten Brücken dieser Paddleford-Truss-Bauweise in USA. Eine Auswahl sehenswerter Covered Bridges: Bridgeport Bridge (1862) in Bridgeport/California, Flume Bridge (1886) in Lincoln/New Hampshire, Goodpasture Bridge (1938) in Vida/Oregon, Humpback Bridge (1857) in Covington/Virginia, Roseman Bridge (1883) in Winterset/Iowa, Wawona Bridge (1868) in Wawona/California. Eine informative Seite über Covered Bridges ist Harry’s Bridges.

Das Rockin’ & Roastin’ Café & Restaurant befindet sich in Newry. Joey Kramer, Schlagzeuger der amerikanischen Rockband Aerosmith, gehört die Rösterei und das Café & Restaurant. In Newry, 6,6 Meilen nördlich von Bethel, beginnt der Grafton Notch Scenic Byway. Es ist einer von vierzehn Scenic Byways in Maine. Der 21 Meilen lange Byway verläuft entlang des Bear River, durchquert Grafton Notch State Park, Mahoosuc Public Reserve Land und endet in Upton am Lake Umbagog. Grafton Notch ist ein schmaler Bergpass und liegt zwischen Old Speck Mountain und Baldplate Mountain. Zwei Trails starten westlich des Scenic Byway: Eyebrow Loop (Länge: 2,2 mi) und Old Speck (7,6 mi) – drei Trails östlich davon: Table Rock Loop (2,4 mi), Baldpate Mountain (5,8 mi) und Appalachian Trail (20+ mi).

Ein kraftraubender Fun-Hike ist der Mahoosuc Notch Trail. Selbst für geübte Wanderer ist die Durchquerung der Notch eine Herausforderung. Nicht umsonst heißt es: „The Hardest Mile of the Appalachian Trail.” Die 2,2 Meilen entlang des Notch Trail bis zur Mahoosuc Notch kann ich noch zügig angehen. Der mit Granitfelsen gefüllte Hindernisparcours ist der Beginn der Notch. Hier muss man über kantige Felsen klettern, sich durch enge Felsspalten quetschen und durch kleine Höhlen hindurch kriechen. Für die Wanderung bis zur Mahoosuc Notch und wieder zurück, sollte man mit drei Stunden rechnen. Die Mahoosuc Notch komplett zu durchqueren, dauert nochmals gut eineinhalb Stunden. Ich mache nur einen Teil der Klettersektion und mache mich dann wieder auf dem Rückweg. Der Hike lässt sich über einem 13 Meilen langen Rundweg auch zu einer Tageswanderung ausweiten.

Nach dieser anstrengenden Wanderung bleibt noch eine gute Stunde Licht für die Screw Auger Falls. Vom Parkplatz sind es nur wenige Schritte dorthin. Die Wasserfälle kann man von verschiedenen Positionen fotografieren. Das Geländer entlang der Felsen zu ignorieren, sollte man aber lieber unterlassen – man fällt sehr tief. Da die Sonne im Herbst hinter den Wasserfällen untergeht, kann ich mir das Sunset-Shooting schenken. Die Mother Walker Falls (Kaskaden) und Moose Cave Gorge befinden sich 1,1 bzw. 1,9 Meilen nördlich von den Screw Auger Falls. Die Beurteilung von Sehenswürdigkeiten mag subjektiv sein, aber manchmal ist es irritierend, wenn jede noch so kleine Sehenswürdigkeit als Highlight hochgejazzt wird. Von daher versäume ich nichts, wenn ich Mother Walker Falls und Moose Cave auslasse. Was Wasserfälle betrifft, als Informationsquelle ist die Website Waterfalls of the Northeastern US mit einem Ranking sehr hilfreich. Bereits im Vorfeld lässt sich planen, ob sich eine Wanderung lohnt oder nicht. Step Falls Preserve liegt zwei Meilen südlich von den Screw Auger Falls. Ein kurzer Trail führt hinauf zu Kaskaden und Pools, wo der Wight Brook über große Granitfelsen fließt.

Anschließend geht es abends wieder zurück nach Bethel. Das Dinner gibt es im 22 BROAD STREET. Das Restaurant befindet sich im historischen Gideon Hastings House (1848) und bietet bodenständige italienische Küche. Ja, es gibt schon wieder italienisch, aber es ist das beste Restaurant in Bethel. Witzig sind die Preise auf der Speisekarte, alle enden wie die Adresse auf .22 Cent. Als Appetizer gibt es Suppe und Risotto, als Hauptgang Pork Chop und als Dessert Cannoli. Die Clam Chowder ist gut, das Risotto leider nicht, das riesige Spicy Pork Shop alla Crazy Bastard hätte auch für zwei Personen gereicht. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich etwas anderes bestellt, so geht die Hälfte wieder zurück.


Strecke: 66 Meilen +++ Unterkunft: Holidae House, Bethel +++ Wetter: 14° C, bewölkt


6. Tag:   BETHEL › LANCASTER › STARK › WESTMORE

“This is such beautiful country up here - it should be called the Northeast Kingdom”
Vermont State Senator George Aiken

Ich liege mit Muskelkater wach im Bett, der Wecker zeigt 4.30 Uhr an. Keine Lust die Zeit zu verplempern und so mache mich zu dieser unchristlichen Uhrzeit auf dem Weg nach Lancaster in New Hampshire. Für den kleinen Hunger gibt es Blueberry Muffins. Es ist eine einstündige Fahrt auf dem südlichen Abschnitt des Woodland Heritage Trail. Ich erlebe die erste Tiersichtung. Im Morgennebel überquert ein Elch gemütlich den Highway, dreht sich noch kurz um und verschwindet dann im Wald. Das nördliche New Hampshire ist Moose Country, was man an vielen Warnschilder sieht. Auf der Suche nach Fotospots habe ich die Old Guildhall Grist Mill entdeckt. Die Mühle liegt direkt an der Granby Rd, 0,3 Meilen westlich der Route 102. Die Getreidemühle mit ihrem markanten roten Wasserrad befindet sich noch in gutem Zustand. Auf Grund der Lage ist Sonnenaufgang bis früher Vormittag die beste Zeit zum fotografieren. Bei frostigen -1° C ist es kein Vergnügen mit der Kamera zu hantieren und ich werde auch nicht warten bis sich der Morgennebel aufgelöst hat. Ich bin gespannt, ob die 17° C laut Vorhersage noch erreicht werden.

Zwei Covered Bridges gibt es in Lancaster zu sehen. Die Mount Orne Bridge über den Connecticut River und die Mechanic Street Bridge über den Israel River, einem Seitenfluss des Connecticut River. Die Mechanic Street Bridge ist die schönere von beiden. Da die Brücke erst 2006 wiederaufgebaut wurde, fehlt die Patina, außerdem sind die Stromleitungen störend im Bild. Kein Hingucker, wie die Sunday River Bridge in Newry. Der vorzügliche Fuller’s Maple Syrup wird auch in Lancaster angeboten. New Hampshire produziert eine große Menge an Ahornsirup, aber Vermont bleibt der größte Produzent in USA. Echter Ahornsirup ist kein Billigprodukt. 150 Liter Ahornsaft ergeben in der Regel nur vier Liter Sirup, eingeteilt in verschiedene Qualitätsstufen. Breakfast- oder Pancake-Syrup, wie man es in Diner- oder Family-Restaurants vorfindet, haben nichts mit echtem Ahornsirup gemein, sondern werden aus Fruchtzucker und Sotolon hergestellt. Sotolon ist ein Aromastoff, der nach Ahornsirup, Karamell oder verbrannten Zucker riecht.

Eine sehenswerte Route ist der 98 Meilen lange Moose Path Trail von Berlin über Dixville Notch bis nach Pittsburg. Die Wahrscheinlichkeit unterwegs Elche entlang der Straße zu sehen, ist sehr hoch. Das gilt im besonderen für die Moose Alley von Pittsburg bis zur kanadischen Grenze. Bei der Abschlussplanung habe ich mich aber für Lake Willoughby entschieden. Von Lancaster zum Lake Willoughby habe ich zwei Routen zur Auswahl. Entweder 36 Meilen über die Granby-Victory Rd/Route 5A oder 56 Meilen über Daniel Webster Hwy/Abbott Hill Road. Die längere Route ermöglicht einen Abstecher nach Stark. Der kleine Ort liegt 17 Meilen nordöstlich von Lancaster am Upper Ammonoosuc River. Die Stark Covered Bridge (1862) und Stark Union Church (1853) zählen zu den schönsten Fotomotiven in Neuengland. Auf dem Weg nach Stark liegen immer noch dichte Nebelschwaden über dem Connecticut River. Als ich Mitte Oktober 2013 on Stark war, hatte die Laubfärbung den Höhepunkt bereits überschritten. Jetzt bin ich zu früh dran, die Laubfärbung hat gerade erst begonnen. Die schönste Perspektive ist direkt neben dem Stark Village Inn – im Vordergrund die Brücke und im Hintergrund die Kirche. Von dieser Position aus, ist nachmittags die beste Zeit zum fotografieren. Weiter geht es nordwärts Richtung Lake Willoughby. Ich lege noch eine kurze Pause am Island Pond ein. Apropos Pond, über vierhundert Seen und Teiche gibt es in Vermont.

Im „Green Mountain State” Vermont werde ich die nächsten 18 Tage verbringen. Vermont lernt man am besten kennen, wenn man die Highways verlässt und auf die Back Roads ausweicht. Ob sich die Fahrt auf einer Back Road lohnt, habe ich so gut wie möglich recherchiert. Die engen, kurvenreichen Schotterstraßen kosten viel Zeit und nicht jede Back Road bietet auch schöne Aussichten. Entlang der Reiseroute habe ich 40 Back Roads ausfindig gemacht – 30 davon habe ich in die Route eingebaut. Bergab geht es auf der kurvigen Newark Rd und Abbott Hill Rd (Dirt Roads), vorbei an Job’s Pond, zum Lake Willoughby. In schöner Lage am nördlichen Ostufer liegt das WilloughVale Inn. Das Zimmer ist mit zwei Queen-Betten und einem 48" TV ausgestattet. Die Saison ist vorbei und man begegnet nur noch wenigen Touristen. Im Sommer sind die Stechmücken an den Seen eine richtige Plage, aber im Herbst ist auch für Mücken die Saison gelaufen.

Ich sitze am Südufer des Gletschersee, genieße die die Sonne und lasse die Zeit einfach vergehen. Das Ufer des Lake Willoughby sieht unberührt aus. So ein klares Wasser sehe ich sonst nur in abgelegenen Gebirgsseen. Die Silhouette von Mount Hor und Mount Pisgah ist ein tolles Panorama. Da sich die Wolken über dem See zusammenziehen, wird es nur ein mittelmäßiger Sonnenuntergang. Schade! Da Westmore montags kulinarisch nichts zu bieten hat, fällt der abendliche Restaurantbesuch aus. Es gibt ein Ei- und Thunfisch-Sandwich aus dem Supermarkt. Das geplante Milky-Way-Shooting kann ich aufgrund der Wolken ebenfalls vergessen.


Strecke: 118 Meilen +++ Unterkunft: WilloughVale Inn, Westmore +++ Wetter: 14° C, Morgenebel, bewölkt